Während die Welt von Krisen, Kriegen und wirtschaftlicher Unsicherheit
erschüttert wird, floriert die Region um die Stadt Dybern.
Die Bevölkerung lebt in Frieden und Sicherheit, denn die
große Fabrik in der Stadt verschafft den Menschen Arbeitsplätze
und Wohlstand. Als eines Tages ein geheimnisvoller Nebel um
Dybern aufsteigt, Tiere und bald die ersten Menschen sterben,
rätselt die Bevölkerung zunächst noch über die Ursachen: Handelt
es sich um eine göttliche Prüfung, eine Epidemie oder gar um
ein von Menschen verursachtes Unheil? Doch schon bald überschlagen
sich die Ereignisse. Während die Arbeiter*innen und
Kinder um ihr Leben fürchten, fliehen und nach Schutz suchen
müssen, gilt es für die Eliten der Stadt, nicht die Übersicht zu verlieren.
Denn die Kontrolle über die Informationshoheit und die Bevölkerung
muss um jeden Preis bewahrt werden. Notfalls mit
Hilfe des Militärs.
In ihrem 1932 verfassten Drama seziert Maria Lazar die Chronologie
einer Katastrophe. Wie in einem Thriller legt sie atmosphärisch
und beklemmend dar, welchen Preis die Mehrheit der Menschen
und auch die Natur für die Hybris, Profitgier und Skrupellosigkeit
einiger weniger zahlen müssen. Zusammen mit seinem Team inszeniert
der Regisseur und bildende Künstler Philipp Preuss das
Werk der vor kurzem wiederentdeckten Schriftstellerin.