Der Bodensee ist seit Jahrhunderten Verkehrsweg, Versorgungsquelle und verbindendes
Element der internationalen Bodenseeregion. Über ihn wurden Ideen, Waren und Baumaterialien ausgetauscht. Als „grün-blaue Infrastruktur“ prägt der See bis heute Wirtschaft, Kultur und Identität der Menschen um ihn herum.
Konstanz liegt geografisch und kulturell im Zentrum dieser Region. Die Stadt verdankt ihrer Lage schon früh ihre Entwicklung und Bedeutung. Deshalb rücken hier insbesondere die Bauten und Anlagen am Bodensee und am Seerhein in den Fokus.
Seerhein und Hafen im Wandel
Am Seerhein erinnern historische Relikte wie die Schneckenburg und Stromeyersdorf an frühere Epochen aus der Konstanzer Industriegeschichte. Zugleich zeigen sie, wie langlebige Bauwerke neu genutzt werden können. Das Bodenseeforum gilt als Paradebeispiel eines Umnutzungsgebäudes (entstanden aus einer ehemaligen Produktionsstätte
für Solarmodule) – dieses lädt um 12 Uhr gemeinsam mit seinem Sommerfest zum zehnjährigen Bestehen ein.
Der Konstanzer Wasserbus verbindet das Bodenseeforum mit dem zweiten Schwerpunkt
des Tages: dem Hafen. Der Stadthafen war mittelalterlicher Stapelplatz, Fernhandelsdrehscheibe, Eisenbahnfährhafen des Industriezeitalters und ist heute BSB-Hafen und Flaniermeile.
Die historische Autofähre im Stadthafen erinnert an die Seeverbindung nach
Meersburg, die 1928 begann. Eine Fährverbindung zwischen Meersburg und Allmannsdorf-
Staad ist bereits für das Mittelalter belegt. Die Lorettokapelle und das Konstanzer Münster markieren Stationen des Schwabenwegs, eines länderübergreifenden Netzwerks auf dem Weg nach Santiago de Compostela.
Den Abschluss des „Tag des offenen Denkmals“ in Konstanz bildet eine musikalisch begleitete Abendführung durch die Krypta und die Mauritiusrotunde des Münsters.
Weitere Infos zum Programm gibt es unter konstanz.de/tag-des-offenen-denkmals.