"Grüne Fürsten am Bodensee" - Kooperation zwischen Napoleonmuseum Arenenberg und Insel Mainau

Anlässlich des 150. Todestages des am Bodensee aufgewachsenen französischen Kaisers Napoleons III. und des 190. Todestages des österreichischen Fürsten Nikolaus II. Esterházy lancieren das Napoleonmuseum Arenenberg und die Mainau GmbH das gemeinsame internationale Ausstellungsprojekt „Grüne Fürsten am Bodensee“. Im Mittelpunkt stehen die Park- und Kulturinitiativen des Fürsten Nikolaus auf der Insel Mainau sowie Kaiser Napoleons III. auf dem Arenenberg und in Europa, um die herum es jede Menge spannende Geschichten zu erzählen gibt. 

Arenenberg-Park-Bluete-01_Copyright_Napoleonmuseum-Helmuth Scham

Die Ausstellungen auf dem Arenenberg und der Insel Mainau widmen sich den Persönlichkeiten der „grünen“ Fürsten und ihrem Gestaltungswillen – sowohl, was die Anlage ihrer Parks angeht als auch ihre damit verbundenen gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Anliegen: etwa der frühe Gemeinnutz-Aspekt der grünen Oasen als Naherholungsziele für die Öffentlichkeit und die Funktion von Parks als Orten landwirtschaftlicher Versuche und Forschung. Damit schliesst sich der Kreis in die Gegenwart. Interessant wird auch der Blick über den Tellerrand: Dabei geht es um den Austausch der Park-Enthusiasten am Bodensee mit ganz Europa in London, Paris, Wien und Rom. „Fürstliche Seilschaften" und weltweite Pflanzentausch-Achsen spielen dabei eine Rolle.

Ausstellungen im Naturmuseum Thurgau, im Archäologischen Museum Thurgau und im Ittinger Museum zeigen weitere Aspekte der Gestaltung und Nutzung von Landschaft im 19. Jahrhundert. Kooperationen mit namhaften europäischen Schlössern und Garteninitiativen runden das Bild ab.

 

Bettina Gräfin Bernadotte übergibt zudem zusammen mit dem Mainauer Gartendirektor Markus Zeiler dem Arenenberg einen Küstenmammutbaum (Sequoia sempervirens). Der Baum steht als Symbol für die grenzüberschreitende Kooperation im Gestern und Heute. Hintergrund: Während der Vorbereitungen zu den Grünen Fürsten wurde auf der Mainau in einem Artikel aus dem Jahr 1905 eine Aufstellung zum ehemaligen Arenenberger Arboretum (also dessen Baumsammlung) gefunden. Das ist eine kleine Sensation. Die Aufstellung beschreibt den Baumbestand des kaiserlichen Arboretums, das im 20. Jahrhundert abgeholzt wurde. Bisher wussten die Verantwortlichen nur, dass es ein bedeutendes Arboretum gab, kannten aber seinen Bestand nicht. In der Aufstellung ist auch ein Küstenmammutbaum genannt. Ein solcher wird dem Arenenberg nun von der Mainau geschenkt und als Start zu den 'Grünen Fürsten' am 5. Dezember im Arenenberger Schlosspark gemeinsam gepflanzt.