Weniger Leistungsdruck, individuelle Förderung, kreative Entfaltung - das behaupten die Verfechter der Waldorfpädagogik. Waldorfeinrichtungen werden heute als gängige Alternative zu konventionellen Kindergärten und Regelschulen gesehen. In der öffentlichen Wahrnehmung werden vor allem bedürfnisorientiertes Lernen und eine familiäre Atmosphäre beworben. Eltern entscheiden sich daher nicht selten für Waldorfkitas und -schulen in der Erwartung einer „ganzheitlichen“ Bildung für ihre Kinder.
Dass das Konzept „Waldorf“ auf der Anthroposophie Rudolf Steiners beruht, wird jedoch häufig verschwiegen. Steiners Lehren gelten dabei nicht nur als umstritten, sondern werden auch hinsichtlich ihrer esoterischen, okkultistischen und rassistischen Grundlagen kritisiert. Dieser Vortrag gibt Einblicke in die Theorie und Praxis der Waldorfpädagogik und lädt zu einer konstruktiv-kritischen Auseinandersetzung ein.
Die Referentin ist studierte Sozialpädagogin und Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin (i.A.) und beschäftigt sich bereits seit einigen Jahren mit pseudo- und parawissenschaftlichen Methoden in der Pädagogik.