Joachim B. Schmidt liest aus seiner Roman-Trilogie um den Ermittler Kalmann Óðinsson und spricht mit Judith Zwick über sein Schreiben, seine Wahlheimat Island und über eine Romanfigur, die ihrem Erfinder längst ein wenig über den Kopf gewachsen ist.
Kalmann Óðinsson ist Haifischjäger, Gammelhai-Produzent und selbsternannter Sheriff von Raufarhöfn, einem kleinen Ort im Nordosten Islands. Wegbeschreibung im O-Ton: »Bis ans Ende der Welt und dann links abbiegen.«
Kalmann trägt Cowboyhut und Sheriffstern, sagt meistens, was er denkt – und sieht manches klarer als die Menschen um ihn herum. Nach »Kalmann« und »Kalmann und der schlafende Berg« ist nun mit »Kalmann schweigt« der dritte Band um Joachim B. Schmidts ungewöhnlichen Helden erschienen. Zeit für eine ausLESE und Fragen wie: Wie kommt ein Schweizer Schriftsteller in Island auf eine Figur wie Kalmann? Wie lebt und schreibt es sich am Rand Europas? Und überhaupt: Wie schmeckt eigentlich Gammelhai?
Joachim B. Schmidt, geboren 1981 in Graubünden, lebt seit 2007 in Island. Mit seiner »Kalmann«-Trilogie machte er den selbsternannten Sheriff von Raufarhöfn zur Kultfigur. Für »Kalmann« wurde er mit dem Crime Cologne Award ausgezeichnet. Diese und seine weiteren Romane sind im Diogenes Verlag erschienen. Schmidt lebt mit seiner Familie in Reykjavík.